Mythos Gold - Renditekiller und Spekulationsmetall
Immer wieder liest man Artikel, die eine Investition in Gold als einzig sicheres Investment bezeichnen und mit hohen Renditen werben. Was die Vergangenheitsrendite angeht, erscheint die drastische Entwicklung des Goldpreises verlockend gut, doch der Vergleich mit anderen Anlageformen relativiert das gute Ergebnis. Eine Analyse der letzten 5 Jahre zeigt, dass Gold mit 151% Wertzuwachs von Baumwolle mit 164% Wertzuwachs überholt wurde. Der Aktienfondsbesitzer der in Goldminen investiert war, konnte sogar eine Performance von 293% verbuchen. Gold konnte letztes Jahr „nur“ noch 36% Gewinn verbuchen, was von vielen Aktienfonds deutlich übertroffen wurde. Der Rückblick im Sinne der Altersvorsorge und der langfristigen Anlage sieht für Gold besonders nachteilig aus. Während das Investment in deutsche Aktienfonds um 1600% gewachsen ist, hatte der Goldbesitzer lediglich einen Zugewinn von 56%. Seit 1980 sind die Verbraucherpreise um 85,1% gestiegen, damit ist die Kaufkraft des Goldes im 30-Jahresvergleich sogar gesunken.
Fazit: In der Regel verdient der Aktienfondsbesitzer mehr, da die Aktiengesellschaften langfristig mehr Gewinne erzielen, als der reine Rohstoffbesitzer, vorausgesetzt er investiert in die richtigen Aktienmärkte. Der Anleger, der in Märkte investiert, die in der Vergangenheit besonders viel Rendite erzielt haben, wird in der Zukunft schlechtere Ergebnisse erzielen. Darum ist eine oszillierende Fondsauswahl, die im ständigen Wechsel und Austausch in unterbewertete Märkte investiert, mit geringerem Risiko durch breite Streuung erfolgreicher als eine statische Anlagepolitik. So erreichte z.B. der 4D Asset-Oszillator mit nur 9,8% Risiko eine Wertentwicklung von 20,2% im Jahresrückblick, was einer Überrendite von ca. 7% zum entsprechenden Index entspricht.
Thomas Hupp 04.11.2010






